Testbericht: Wario Ware: Smooth Moves

Er ist laut, er ist ungehobelt und er ist gemein. Ganz klar von wem hier die Rede ist – Wario! Mit dem neuen Wii-Game „Wario Ware – Smooth Moves“ steht das erste Party Game für 2007 aus dem Hause Nintendo bereit. Doch hat es auch unsere Redaktion überzeugen können?

Story-Single-Modus

Wie schon in den vorangegangenen Spielen der Serie gibt es auch in der Wii-Version wieder verschiedene Charaktere, um die sich eine kleine, zumeist witzige Geschichte aufbaut. Nach einer Einführungssequenz für jeden Charakter erfolgt die einführende Story. Anschließend beginnen die Mikro-Spiele. Ihr müsst 10 – 18 Spiele erfolgreich bestehen um die Endsequenz des jeweiligen Charakters genießen zu können. Doch wer in allen Spielen 4 Fehler macht, sieht leider nur den Game-Over Schriftzug.

Vor jedem Mikro-Spiel erscheint eine kurze Einblendung, wie die Remote im nächsten Mikro-Spiel verwendet wird. Wird eine neue Haltung bzw. Verwendung der Remote eingeführt, wird das Spiel kurz unterbrochen und ein Erzähler erklärt auf Teils lustige Art, wie die Remote gehalten werden soll. Dabei wurde auch auf einen Deutschen Sprecher zurück gegriffen.

Von der einfachen Fernbedienungsfunktion, Elefantennase, Schwert, bis hin zu Hantel – die Remote (im Spiel ausschließlich Formenstab genannt) wird auf vielfältigste Weise in Rund 200 Mikro-Spielen verwendet, welche allerdings zum Teil erst beim zweiten Spielen des Story-Modus aktiviert werden.

Multi-Player-Modus

Wurde der Einspielermodus erfolgreich absolviert, steht der Mehrspielermodus zur Verfügung. Von 2-Spieler-Games, zu 5-Spieler-Games, und letztlich sogar bis zu 12 Spieler können an einem Spiel mit nur einer Remote und zum Teil einem Nunchuck teilnehmen.

Hier finden auch die Miis wieder eine stärkere Verwendung. So könnt Ihr im 12-Spieler-Modus Eure Miis im Engelsgewand bewundern. Dabei verwenden alle Spieler die selbe Remote, was zum Teil sehr hektisch werden kann.

Während der Engel-Modus sich als KO System entpuppt (der Schwächste fliegt), kann man ansonsten Punkte Sammeln und so versuchen sich möglichst gute Chancen für den Sieg zu holen oder man spielt ein Risiko-Ballon-Spiel, bei dem der Gewinner Luft in einen Luftballon pumpen muss, ohne dass dieser explodiert. Bei zwei weiteren 2-Player-Games kommt dann auch das Nun-Chuck in Gebrauch, so das 2 Spieler gleichzeitig an einer Steuereinheit ein Nasenraumschiff oder einen Hürdenläufer steuern.

Technik

Die Grafik ist nichts herausragendes, oder im Klartext, es wirkt alles wie eine riesige Flash-Animation. Die Mikro-Spiele verwenden zum Teil Eure erstellten Miis und haben sonst eine Grafik die sich zwischen NES und Game-Cube bewegt. Soundtechnisch kann das Spiel aber durchaus punkten. Ein deutscher Sprecher erklärt uns leicht verständlich die Haltungen des Spiels. Die Musik ist liebevoll und passend zu den Charakteren geschrieben, und trotz der Kürze behalten sie auch zum Finale der Stories noch ihre Würze. Sogar ein komplett auf Englisch gesungener Song fand als BGM Einzug ins Spiel. Aufwendige Special-Effects sucht man im Spiel allerdings vergebens.

Fazit

Als ich den Titel zuerst im Laden sah, wollte ich schon zugreifen, ließ mich aber abschrecken, da auf der Packung kein Vermerk von einem Mehrspielermodus gegeben war. Ohne den Nintendo-e-Mail-Newsletter, der einen Tag später in der Mail-Box lag, wäre ich wohl auch heute noch ohne das Spiel. Wer das Spiel gern mit Freunden spielen möchte, sollte sich allerdings darauf einstellen, dass die Freunde die diversen Haltungen schon können UND mindestens einmal müssen alle Spiele des Single-Story-Modus durchgespielt werden. Einmal frei gespielt, macht der Mehr-Spieler-Modus dann aber viel Spaß. Auch die verschiedenen Möglichkeiten, die Remote zu benutzen gefallen sehr, auch wenn einige Arten zunächst gut erprobt werden müssen, bis man versteht, was der Entwickler von uns verlangt. Einen dicken Pluspunkt bekommt die Synchronisation ins Deutsche – durch den Deutschen Erzähler wird auch die letzte Sprachbarriere gebrochen, die sowohl Jüngere als auch deutlich Ältere und Lesefaule vom Spielen ausschließen könnte. Zwar kann das Spiel meiner Meinung nach nicht mit der „Mario Party“-Serie mithalten, dennoch ist es derzeit ein sehr guter Titel für kurzweilige Party-Laune.

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