Testbericht: Space Chimps

Affenfreunde aufgepasst! Die „Space Chimps“ kommen nach Deutschland und treiben ihr Unwesen auf den heimischen Konsolen. Was das affige Abenteuer im All taugt könnt ihr unserer Review zum Spiel nachlesen.

Da laus mich doch ein Affe!

Welch Wunder, welch Wunder – Space Chimps ist ein Lizenzspiel! Ja, eine Filmversoftung ohne dazugehörigen Film, wenn man das Ganze mal aus deutscher Sicht betrachtet. Der gleichnamige Kinofilm wurde diese Jahr im Juli in den USA in die Kinos gebracht und floppte wohl. Nichtsdestotrotz dachte man sich bei BRASH Entertainment, kann man ja das Spiel zum Film auch in anderen Gefilden auf den Markt bringen und nun trudelte Space Chimps bei uns im Testlabor ein und wurde natürlich genauestens untersucht. Um was es sich eigentlich bei der Geschichte um die Weltraumaffen dreht und was das Spiel spielerisch auf dem Kasten hat, werden wir in den folgenden Teilen der Review näher unter die Lupe nehmen.

Schweine im All waren gestern! Heute gibt es Schimpansen!

Beginnen wir einmal mit der Story des Spiels. Der Kleine Zirkusaffe Ham wird von der NASA zum Astronauten ausgebildet, da er der Nachkomme von Ham dem Ersten ist, dem ersten Schimpansen im Weltraum. Wie sein Großvater soll auch Ham der Dritte (der Name schien der Familie zu gefallen) nun zu den Sternen reisen und im Auftrag der USA die unendlichen Weiten des Universums erkunden. Um genau zu sein soll Ham gemeinsam mit zwei weiteren Schimpansen zum Planeten Malgor reisen um dort eine verschollene Rettungskapsel zu bergen und diese wieder zurück zur Erde zu bringen. Leider geraten die Drei ungemütlich mit dem auf diesem Planeten herrschenden Tyrannen Zartog zusammen, welcher sich natürlich sofort angegriffen fühlt und mit Hilfe seiner gigantischen Monster das Raumschiff unserer Heldenaffen verschleppt. Ham und Luna können noch rechtzeitig vom Raumschiff fliehen, Titan jedoch bleibt an Bord und wird mit verschleppt. Ham und Luna müssen nun ihr Raumschiff aus Zartogs Klauen befreien, dabei ihren Freund Titan retten und dann mit der Rettungskapsel im Schlepptau zurück gen Erde fliegen.

Go Bananas!

Klingt ja nicht gerade nach einem Spaziergang für die zwei Schimpansen. Für uns als Spieler ist es aber einer, denn die Steuerung ist super einfach und somit auch für den kleinsten Gamer geeignet. Gelaufen wird mit dem Analogstick, C bringt für die Zeit des Gedrückthaltens die First Person Sicht, Z bringt die Kamera in die Grundstellung, A lässt den Affen springen, B wird für Angriffe benutzt und lässt den Affen getragene Gegenstände werfen, mit Minus lassen sich Aktionen ausführen und das Steuerkreuz bewegt die Kamera. Nicht viel, aber genug für das Spiel und im Grunde wäre mehr auch nur verwirrend. Durch Zeigen mit der Wii-Remote auf den Bildschirm wird gezielt, wenn man sich in der First Person Sicht befindet. Diese Steuerung gilt solange wir mit Ham oder Luna auf dem Planeten oder in einem der Monster unterwegs sind. Ja, man kann auch auf anderem Wege durch die einzelnen Levels kommen, denn im Laufe des Spiels freunden sich Ham und Luna mit den auf dem Planeten heimischen Außerirdischen an. Wenn wir auf die Flügelaugen treffen schnallt sich ein solches auf den Rücken des Affen und sorgt damit für luftige Flugeinlagen nach ausgeführtem Doppelsprung. Die Flügelaugen stehen dem Affen dann in den Levels zur Verfügung, brauchen jedoch Sprit, welcher sich aber an vielen Stellen im Spiel finden lässt. Des Weiteren gibt es spezielle Levels, in denen Ham und Luna auf den Rücken der Fluvianer reiten und in bester Space Invaders-Manier durch Höhlensysteme jagen und Gegner vom Himmel schießen. Hierbei wird mit dem Analogstick gelenkt, A und B lassen den Fluvianer schießen und durch Schütteln der Wiimote nach links oder rechts weicht man aus bzw. befördert benachbarte Gegner per Schlag vom Fluvianer.

Grafik, Sound und Co.

Meistens ist dies ja der Teil vom Test, bei dem wir anfangen zu nörgeln, da die Grafik nicht angemessen ist, der Sound blechern klingt oder andere Faktoren wie Spielspaß oder Spieldauer einfach nicht stimmen. Space Chimps jedoch trifft in jedem der Punkte irgendwie sein Maß. Grafisch wird man von Lizenzspielen normalerweise nicht verwöhnt, hier muss man jedoch sagen, dass der Titel gute Mittelklasse bedient. Der Sound ist erstaunlich gut, sogar an deutsche Synchronsprecher hat man gedacht, was wunderlich ist, da es den Film bei uns ja noch nicht gibt. Die anderen Sounds scheinen auch aus der Filmsoundkiste zu stammen und passen einfach. Spielspaß und Spielumfang sind auch passend zum Titel und gerade für Kinder super. So langsam macht uns das ganze hier wirklich Spaß! Ach, und dann wäre da ja noch Multiplayer-Modus, der auch nicht unerwähnt bleiben soll. Zwar ist dieser nur für die eingebauten Arcade-Games verfügbar, jedoch gibt es ihn und er macht Spaß. In den Arcade-Games kann man sich erneut auf dem Rücken der Fluvianer schwingen und in alter Spielhallentradition loszocken. Ein nettes Gimmick!

Fazit

So schwer es auch zu glauben ist, Space Chimps ist trotz Filmlizenz-Basis in Ordnung. Es ist kein Kracher, aber auch kein laues Lüftchen. Vielleicht sage ich das auch nur, da ich den Film nicht kenne und deswegen nicht enttäuscht sein kann, aber ich sage es mit vollem Ernst und spreche eine Kaufempfehlung für das Game aus. Zwar gilt diese nur, wenn ihr kleine Geschwister habt und diesen zu Weihnachten ein nettes Geschenk machen wollt, aber sie gilt. Gebt den Affen Zucker und lasst sie auf die benachbarten Planeten fliegen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.