Testbericht: My Pokémon Ranch

Pokémon-Fans aufgepasst! „My Pokémon Ranch“ ist nun als WiiWare-Titel erhältlich und natürlich haben wir uns nicht lumpen lassen, den Ableger der Pokémon-Lizenz ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Unsere Testresultate präsentieren wir euch in folgendem.

Howdy Cowboy!

Pokémon kennt wohl jeder von uns. Kleine Monster, die wie Haustiere gehalten werden, jedoch für Kämpfe trainiert werden, damit sie ihrem Trainer Ruhm und Ehre bringen und natürlich den ein oder anderen Pokédollar in die Geldbörse. Wer Pokémon nicht kennt, der sollte in seinem Browser das „X“ oder den Zurück-Button suchen, denn dieses Spiel bringt wirklich nur echten Pokémon-Fans einen Nutzen, der ganze Rest wird sich nur über die verlorenen WiiPoints aufregen und eventuell der Wiimote Flügel verleihen. My Pokémon Ranch ist Pokémon-Box vom Game Cube in neuem Gewand, mit zweifelhafter Grafik, für Wii. Hier kann man seine Pokémon vom DS auf die Wii verbannen und dort zuschauen, wie die Monster sich miteinander oder mit Spielzeugen den Tag vertreiben.

Mist, die Ranch ist zu klein!

Na, dann wollen wir unsere Ranch mal beziehen und unsere Monster an die frische Luft lassen! Stooooooop! Pustekuchen! Erst einmal muss man sich eine sehr lange und nach wenigen Klicks auch sehr langweilige Erklärung von einer jungen Dame anhören, die einem so ziemlich alles über das Leben auf der Ranch und ihren Job auf der selbigen erzählt. Wenn man hier bereits angibt, einen Nintendo DS plus zugehöriges Pokémon-Spiel zu besitzen, dann geht der Erklärwahn der netten Dame auch sofort in die zweite Runde und man bekommt die Chance seine Monster endlich als putzige 3D-Chibis zu betrachten. Leider bietet die Ranch zu Beginn nur Platz für 20 der eigenen Monster und so muss man sich entscheiden, welches seiner geliebten Taschenmonster man zur lieben Sonne nach draußen entlässt. Sobald man die Ranch mit seinen Monstern gefüllt hat bekommt man auch schon in den folgenden Tagen immer neue Monster von der Ranchleiterin vorbeigebracht, auf die man bitte auch aufpassen soll. So wächst die Population der Tierchen und Gestalten von Tag zu Tag und das erste Upgrade der Ranch steht an. Nun kann man satte 50 Monster beherbergen und zehn seiner Miis einladen anstelle von fünf, die einen zu Beginn des Spiels mit auf die Ranch begleiten dürfen.

Schau mal was Pikachu da macht! Fast so gut wie der Poldi!

Damit den Tierchen nicht langweilig wird und sie vielleicht noch auf dumme Gedanken kommen, erhält man nach und nach kleine Geschenke, die Spielsachen für die Monster enthalten. Wir bekamen einen blauen Gummiball und die Pokémon flippten förmlich aus. Pikachu und Co. kickten was die Pfoten und Hufe hergaben und hatten anscheinend einen Heidenspaß, was man an den breit grinsenden Gesichtern aller Beteiligten sah. Wem es zu langweilig, oder besser gesagt zu egoistisch erscheint seine Monsterranch nur allein zu bestaunen, dem ist die Möglichkeit gegeben seine Ranch auch über die WiFi-Connection anderen Cowboys und Cowgirls auf der ganzen Welt zu zeigen. Ebenso kann man sich natürlich die Ranches von anderen Trainern ansehen. Das waren auch schon so ziemlich alle Funktionen, die das Spiel, oder sollte man besser „Aufbewahrungsprogramm“ sagen, mit sich bringt. Bevor gleich angefangen wird laut zu schreien: Nein es ist nicht möglich die Pokémon, die auf die Ranch gebracht werden, auf seine DS-Version zu übertragen. Ausschließlich Pokémon, welche man selbst auf der Ranch abgibt, können auch wieder zurück auf den DS transferiert werden.

Grafik, Steuerung und Sound

Ein eher kurzes Kapitel und deswegen auch zum Schluss der Review. Grafisch gesehen bietet My Pokémon Ranch eine Optik, die auf dem DS eben so gut umzusetzen gewesen wäre. Die Chibis sehen nicht süß, sondern kantig aus und bewegen sich auch sehr ungraziös auf der grünen Wiese. Ansonsten erscheint die gesamte Ranch sehr leer, da keinerlei Bäume oder andere Dinge, die man so in der Natur vermuten würde, zu finden sind. Die Steuerung ist angelegt auf Wiimote und Nunchuck, was nicht gerade sehr komfortabel ist, da man sich im Grunde auch auf die Funktionen der Wiimote hätte beschränken können. Mit A fokussiert man ein Monster, oder einen Trainer, mit B greift man die Monster oder die Spielsachen und kann sie dann auf einen anderen Punkt der Wiese ablegen. Plus und Minus dienen zum Zoomen, die Pointerfunktion dient als Mauszeiger, durch Drücken von C erstellt man ein Foto, welches man auch auf der SD-Karte abspeichern kann, und der Analogstick dient zum vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegen der Kamera auf dem Gelände. Immerhin werden die Ohren nicht zu sehr beansprucht und nur hier und da lässt ein Pokémon sein Midi-Geschrei ertönen, die Hintergrundmusik ist nicht störend oder nervend und lässt auch sehr gut überhören.

Fazit

Wer 1.000 WiiPoints übrig hat, ein großer Pokémon-Fan ist und immer jeden Titel der Lizenz besitzen muss, der sollte hier zugreifen. Jeder andere Spieler sollte einen großen Bogen um My Pokémon Ranch machen, da es wirklich keinerlei Nutzen für Nicht-Pokémon Perl/Diamant-Besitzer aufweist. Stuss im Pokémongewand, wenn man mich fragt – für Fans aber sicherlich ein gut nutzbares Programm, was etwas Platz in den Pokémon-Boxen auf dem DS schafft.

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