Testbericht: Die Montagsmaler und andere Malspiele

Es gibt wohl kaum jemanden, der auf einem Kindergeburtstag noch nicht „Montagsmaler“ gespielt und versucht hat, einen Begriff so zu zeichnen, dass andere erraten können, was gemeint ist. Nun hat dieser Partyklassiker sein Debüt auf der Wii. Ob es sich lohnt den Pinsel gegen die Remote zu tauschen, haben wir für euch getestet.

Nur weil es scheiße aussieht, ist es nicht gleich ein Picasso

Es gibt Spiele, gegen die hat man schon ein Vorurteil, bevor man sie überhaupt das erste Mal in die Konsole geschoben hat. Wenn schon die auf dem Cover abgebildeten Personen nicht einmal aussehen, als hätten sie Spaß, sondern als stünden sie kurz vor der Hysterie, zum Beispiel. Oder wenn von „jüngeren und älteren Picassos“ gesprochen wird, die „mit Malkasten, Mandalas oder Collagen ihrer Kreativität freien Lauf“ lassen können, indem sie wie wild die Remote schwingen um die „Mischen impossible“ zu bestehen. Ich glaube es ist zurecht bedenklich, wenn man das Gefühl hat, dass in die Wortwitze des Grauens auf der Verpackung mehr Zeit gesteckt wurde, als auf den Inhalt des Spiels.

Anstatt mit einem ausführlichen Review dieser Partyspielbeleidigung eure Zeit zu verschwenden, möchte ich einfach nur kurz zehn Argumente anführen, warum ihr euch lieber einen Block und ein paar Stifte kaufen solltet:

  1. Es ist günstiger
  2. Die Grafik ist besser
  3. Es funktioniert
  4. Keine Dauerbeschallung durch pervers fröhliche Töne, die an die Fahrstuhlmusik eines Clown-Wohnheims erinnern
  5. Ihr könnt tatsächlich kreativ sein
  6. Es können mehr als vier Personen mitspielen
  7. Es besteht die Chance zu erkennen, was gezeichnet wird
  8. Ihr werdet nicht mit bescheuerten Minispielnamen wie „Der heiße Pinsel“ oder „Firlefalz“ konfrontiert
  9. Niemand lacht euch für diese Peinlichkeit in eurer Spielesammlung aus
  10. Ihr könntet tatsächlich Spaß haben

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