Testbericht: Call of Duty 3

Invasion in der Normandie! Jetzt denken sicherlich viele von euch an Schlachtfelder wie beispielsweise Omaha Beach. Doch diesmal ist es anders, denn es geht um die Kriegsschauplätze rund um Paris von 1944. In 14 Missionen gilt es zahlreiche stark befestigte Städte und Orte zu erobern. Auch die Unterstützung der Resistance muss dabei gewährleistet werden. Es steht also genügend Arbeit für den Wii-Rekrut auf den Plan.

Auf in den Kampf!

In Call of Duty 3 beginnt der Spieler in einem Ausbildungs-Camp. Hier lernt er den Umgang mit einem Gewehr oder aber auch die Funktionsweise von Handgranaten kennen. Nach dieser ersten Waffeneinleitung muss abschließend noch unter einem Hindernis hindurch gerobbt werden um eine Kiste zu erreichen, in welcher eine neue Waffe zu finden ist. Daraufhin darf man auch gleich schon nach einer kleinen LKW-Fahrt in das Kampfgeschehen einsteigen.
Die Missionen in Call of Duty 3 sind dabei recht unterschiedlich ausgefallen. Mal befindet man sich in Mitten eines Häuserkampfes, mal auf weitläufigen Feldern. Auch wird man bei diesem Ego-Shooter-Titel nicht nur stupide rumballern, sondern seine Künste ebenfalls im Nahkampf beweisen müssen. Damit nicht genug, denn Rudereinlagen sowie Autofahren gehören ebenfalls zu den Tätigkeiten des Spielers.

Leider haben die Entwickler der Wii-Version den Multiplayer-Modus gänzlich außer Acht gelassen. Eigentlich schade, denn die Call of Duty-Reihe hat sich ja gerade im Mehrspielergefecht einen Namen gemacht und ist somit immer ein Garant für Action und Spaß gewesen.

Steuerung

Die Spielfigur wird mit dem Analogstick des Nunchuk-Controllers bewegt. Blickwinkel und Fadenkreuzposition werden mittels Wii-Remote verändert. Funktionen wie z.B. Waffenwechsel, Springen, Ducken, Schießen usw. sind auf der Wii-Remote bzw. auf dem Nunchuk verteilt. Für Einsteiger kann es anfangs eine echte Herausforderung darstellen ein Ziel zu treffen oder sich zu drehen, da die Empfindlichkeit der Steuerung doch recht hoch geraten ist. Am besten schraubt man diese gleich erst einmal in den Optionen ein wenig herunter. Das Zielen mit dem Gewehr sollte anschließend also kein großes Thema mehr sein.
Problematisch bleibt allerdings die Granatenwurftechnik. Hier kommt es leider öfters zu sehr ungenauen Würfen. Es ist zudem durchaus möglich, sich selbst eine Granate zu verpassen. Alles im Allem ist die Steuerung aber durchaus gelungen.
Auch nette Nahkampf- oder Fahreinlagen bringen zusätzliche Abwechslung in die Steuerung. Es ist zudem ebenso möglich Steuerungsalternativen in den Optionen auszuwählen, die es dem Spieler einfacher machen sollen mit der Komplexität klar zu kommen.

Grafik

In Sachen Grafik ist auch Call of Duty 3 leider keine Ausnahme zu den anderen Wii-Launch-Titeln. Grafisch befindet sich die Wii-Version auf demselben Niveau wie die PS2-Version. Leider ruckelt das Spiel ab und an und auch Clippingfehler lassen nicht lange auf sich warten, was leider sehr unschön ist. Auch wirken manche Texturen nicht so gelungen. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, denn die Wii-Hardware ist schließlich zu weitaus mehr fähig.

Sound

Soundtechnisch bekommt man das geboten, was auch von Call of Duty zu erwarten war, nämlich satte Klänge, welche die Schlachtfeld-Atmosphäre gelungen ins Wohnzimmer transportieren. Die musikalische Untermalung des Titels passt stets zum Geschehen und unterstreicht noch einmal die 2.Weltkriegs-Charakteristik des Titels. Insgesamt gibt es daher, wie von Call of Duty gewohnt, kaum etwas zu meckern.

Fazit

Positiv aufgefallen ist der außerordentlich gelungene Sound, der vor allem an einer entsprechenden Anlage gut zur Geltung kommt. Auch erfreulich ist die abwechslungsreiche Spielweise, die neben den klassischen Shooter-Passagen auch noch verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten bietet. Aufgrund der nicht ganz so gelungenen Steuerung geht die Freude am Spiel von Level zu Level jedoch mehr und mehr in den Keller. Auch die Grafik trägt ihren Teil zu diesem Kritikpunkt bei.
Für einen Launch-Titel ist Call of Duty 3 aber durchaus gelungen. Trotz der genannten Mängel kann man eine Kaufempfehlung für diesen Titel aussprechen, da es außer Medal of Honor kaum bessere Genre-Alternativen gibt und diese vermutlich auch noch ein paar Monate auf sich warten lassen. Fans der Serie werden jedoch auf ihre Kosten kommen und für selbige lohnt sich ein Kauf von Call of Duty 3 letztendlich doch.

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