Testbericht: Call of Duty: World at War

Bei „Call of Duty: World at War“ handelt es sich zwar bereits um dem fünften Teil der Serie aus dem Hause Activision, jedoch erst um die zweite Umsetzung auf unserer Wii. Wir haben uns für euch auf das Schlachtfeld begeben und genau beobachtet, wie sich der Titel auf Nintendos Kiste schlägt.

Die Welt befindet sich im Krieg…

Die Handlung spielt im zweiten Weltkrieg, das Schlachtfeld liegt diesmal jedoch nicht in Europa sondern im Pazifik. Aber keine Angst, im Laufe der Story geht es auch ab und an nach Europa, Hauptschauplatz bleibt jedoch der Pazifik. Als Private Miller steigt ihr sofort in die Handlung ein, welche seinen Anfang im Gefangenenlager nimmt. Hier beginnt die reichhaltige Story, die das ganze Spiel über spannend bleibt, sofern man natürlich ein Fan von Weltkriegsshootern ist. Diese Abwechslung wird auch durch die mehrfachen Wechsel des zu spielenden Charakters erreicht.

Durch die Mini-Auto-Aimingfunktion und einen recht gut gelungenen Kompass, der die Bewegungen auf der Karte sehr gut visualisiert, hat der Spieler echte Hilfen im Spielverlauf zur Verfügung, die wirklich gut umgesetzt wurden. Auch die eigenen Soldaten helfen oft aus der Klemme. Das Spiel bietet zudem eine hervorragende Auswahl aus amerikanischen und japanischen Waffen. Auch wirkt sich das Laufen und Springen auf die Streuwirkung dieser Waffen aus – diese erhöht sich wesentlich. Ebenso verändert sich die Streuwirkung in allen anderen Position, also beim Gehen, Ducken oder Liegen, wobei letzteres das beste Schussergebnis zulässt.

Leider ist die Story recht unübersichtlich geraten, sodass es daher schnell zu Irritationen kommt. Dies drückt den Spielspaß in der Kampagne etwas nach unten. Auch hat der Singleplayer-Modus nur einen recht mittelmäßigen Umfang – in weniger als sechs Stunden ist die Kampagne in jedem Fall durchgespielt. Der Offline- und Online-Multiplayer-Modus sorgt jedoch in jedem Fall für weitere Abwechslung und Motivation, denn hier wird eine ganze Menge geboten. Offline gibt es einen Koop-Modus, in dem ihr mit einem Freund spielen könnt, wobei sich hier beide Spieler einen Bildschirm teilen. Der Einstieg des zweiten Spielers ins Geschehen ist dabei jederzeit möglich. Aber auch ein Online-Modus ist mit am Start und hier lassen sich die Maps spielen, die in der Kampagne zuvor erspielt wurden. Mit „Deathmatch“ und „Team Deathmatch“ stehen zwei Spielmodi zur Auswahl, auf weitere Modi wurde zumindest in der Wii-Version bedauerlicherweise verzichtet. Neben den Online-Modi lassen sich noch weitere Details wie Zeitlimit, Punktlimit, Teambeschuss sowie Lebensanzahl konfigurieren.

Leider gibt es aber auch ein paar weitere negative Aspekte. Die ungünstige Tastenlage bei der Steuerung verursacht Komplikationen mit dem Zapper und man hat als Spieler den Eindruck, dass diese Steuerungsmethode ziemlich fehl am Platz ist. Die Steuerung ohne Zapper ist dahingegen wesentlich einfacher und komfortabler. Schauen wir uns die Details im folgenden Abschnitt aber genauer an.

Steuerung

Auf der Verpackung prangt also wie bereits erwähnt das Zapper-Logo, also haben wir uns diesen voller Erwartungen auch zuerst geschnappt und gespielt. Diese Steuerungsart ist in Call of Duty: World at War alles andere als gut umgesetzt. Leider stellt sich nämlich eine gewisse Ungenauigkeit, Indirektheit und Trägheit ein, sodass man den Aufsatz schnell beiseite legen möchte. Widmen wir uns also lieber der „klassischen“ Remote/Nunchuk-Steuerung.
Laufbewegungen werden mit dem Analogstick des Nunchuks ausgeführt. Die Zielvorrichtung wird mit der Z-Taste aktiviert. Das Zielen selbst erfolgt mit der Pointerfunktion der Remote. Zum Nachladen und Aufnehmen einer Waffe dient die Minustaste. Durch Schütteln des Nunchuks kann die Waffe ebenfalls nachgeladen werden. Zum Ducken reicht ein Druck auf die C-Taste. Hält man hingegen die C-Taste gedrückt, so legt Private Miller sich auf dem Boden. Der Handgranatenwurf erfolgt mittels der Plustaste und durch Drücken des Steuerkreuzes nach rechts können die Waffen gewechselt werden. Steuerkreuz nach oben dient zum Springen, Steuerkreuz nach unten zum Schlagen. Mittels B-Taste wird geschossen und durch Drücken der Z-Taste aktiviert man ein kurzzeitiges Auto-Aiming.

Grafik und Sound

In Punkto Audio lässt Call of Duty: World at War kaum Wünsche offen. Die gelungene Geräuschkulisse während der Schlachten vermittelt ein sehr gutes „Mittendringefühl“. Die Waffen hören sich allesamt sehr authentisch an, Explosion lassen die Bassboxen kräftig schäppern und der Kugelhagel kommt dank „Dolby ProLogic II“ von allen Seiten. Eine rundum gelungene akustische Präsentation des Spiels.

Im Grafikbereich gibt es wie bei vielen Titeln bzw. Shootern auf der Wii die größten Probleme. Die Texturen sind unscharf und stehen leider im ganzen Spiel an der Tagesordnung. Der Weitblick ist nicht besonders gut und gerade feindliche Soldaten, die sich in der Ferne aufhalten, sind somit nur schwer zu erkennen. Allerdings kämpft CoD glücklicherweise nicht mit den starken Bildeinbrüchen wie bei Genre-Konkurrenten, sodass man sich unter dem Strich durchaus mit dem Gebotenen arrangieren kann, auch wenn noch deutlich Luft nach oben gewesen wäre.

Fazit

Mit Call of Duty: World at War zeigt Activision ein wenig in welche Richtung das Shooter-Genre sich auf Wii entwickeln sollte. Allerdings könnte bei der Grafik, wie so oft, noch etwas mehr aus der Konsole heraus geholt werden. In Sachen Sound und Steuerung liegt das Spiel hingegen schon weit vorn im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern – von der Zapper-Steuerung einmal abgesehen. Die Story hätte hingegen gerne etwas umfangreicher und übersichtlicher sein können, denn durch die viele Orts- und Protagonistenwechsel verliert man als Spieler schnell den roten Faden. Lobenswert an dieser Stelle ist in jedem Fall der Koop-Modus, wodurch die Story auch mit einem zweiten Spieler zusammen durchgespielt werden kann. Alles im allem kann man durchaus ruhigen Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen, das das Spiel vor die Konsole zu fesseln vermag und dies wird von uns gerne durch einen Bronzeaward unterstrichen.

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