Testbericht: Bakugan Battle Brawlers

Holt die Karten heraus und lasst die Monster kämpfen! Mit „Bakugan Battle Brawlers“ bringt Activision eine Umsetzung der Anime-Serie auf Nintendos Wii. Was das Game wirklich taugt, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Bakugan?

Spiele zu Animes sind mittlerweile ja eigentlich ein alter Hut. Nahezu jede halbwegs erfolgreiche Serie wird früher oder später in ein Videospiel verpackt, welches vor allem die Fans der Serie freuen dürfte. So ist es auch bei Bakugan Battle Brawlers der Fall. Wer bisher noch nichts von dem Anime gehört hat und wer sich generell nicht für die Trickserien aus dem fernen Osten interessiert, kann eigentlich gleich das Lesen einstellen und den Titel im Regal der Händler stehen lassen. Alle anderen sollten aber aufhorchen, denn mit Bakugan Battle Brawlers erhält die noch recht neue Serie ihren ersten Auftritt auf einer Videospielkonsole. Das Grundkonzept von Bakugan Battle Brawlers lehnt sich dabei an das Serienvorbild an und handelt knapp erzählt von einer Gruppe Jugendlicher, vom Himmel gefallenen Spielkarten und vielen großen Monstern.

In Bakugan Battle Brawlers ist das Herzstück dabei der Storymodus, der eine von den Autoren der Serie entworfene Geschichte nacherzählt. Vor allem Fans des Animes kommen somit auf ihre Kosten. Überraschende Wendungen und sonderlich spannende Momente bleiben zwar aus, aber man hält die Fans dennoch bis zum letzten Gefecht bei der Stange. Denn zwischen den Storyeinlagen dreht sich alles um Duelle, die man zu bestreiten hat. Der Ablauf der Kämpfe ist dabei auf den ersten Blick ein wenig kompliziert und gestaltet sich als Mischung aus Murmel-, Karten- und Minispiel. Im Duell mit euren Kontrahenten entscheidet ihr euch für eine eurer Karten aus dem Deck und versucht dann einen Bakugan wie eine Murmel auf ein Kartenfeld in der Kampfarena zu rollen. An dieser Stelle kommt bereits die Bewegungssteuerung der Wii zum Einsatz, die mit wenigen Handgriffen zu erlernen ist, sich teils aber etwas schwammig anfühlt. Doch weiter mit eurem Bakugan. Ist es nämlich auf einem Kartenfeld platziert, so erhebt sich das Bakugan zu seiner vollen Größe und ist kampfbereit. Gelingt dem Gegner ebenfalls eine Platzierung auf dem Kartenfeld, kommt es zum Kampf. Mit dem Einsatz einer weiteren Karte lassen sich noch die Eigenschaften eurer Kreatur verändern, bevor die Action angesagt ist. Diese entpuppt sich als kleines Minispiel, wo es beispielsweise darum geht möglichst schnell die Wiimote zu schütteln oder per Pointer Markierungen zu treffen. Der Gewinner des Duells gewinnt das Kartenfeld und wer drei Kartenfelder für sich entscheiden konnte, hat die Auseinandersetzung gewonnen.

Fans der Serie werden sicher etwas schneller mit dem Ablauf vertraut sein als komplette Neueinsteiger. Für diese ist das Geschehen in den ersten Matches etwas verwirrend, denn man benötigt trotz Tutorial eine kleine Eingewöhnungszeit, bis man das Grundkonzept verstanden hat. Leider halten sich taktische Finessen allerdings in Grenzen. Hat man sich also einmal mit dem Kampfablauf vertraut gemacht, gibt es nicht mehr viel zu entdecken. Ab und zu bekommt man noch einige Extras und kann wie gesagt auch durch Karten die Eigenschaften der Bakugans im Kampf verändern. Zudem lassen sich insgesamt über 35 verschiedene Bakugans sammeln, was einen gewissen Pokémon-Effekt bei Fans auslösen kann. Dennoch sind die Möglichkeiten im Duell ein wenig beschränkt. Der eigentliche Kampfablauf in Form von Minispielen bremst zudem den allgemeinen Spielfluss ein wenig.

Neben dem Storymodus können in der Arena übrigens bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Die Art des Matches bestimmt dabei, ob jeder für sich alleine kämpft, oder ob man sich in Zweiergruppen zusammen tun kann. „Mein Zimmer“ bietet die Möglichkeit den anfangs im Editor erstellbaren Charakter zu verändern und lässt euch auch euer Kartendeck überarbeiten. Zudem sind dort erspielte Trophäen zu betrachten und weitere Tipps zu bekommen.

Trickreich?

Rein technisch erfüllt Bakugan Battle Brawlers im Prinzip alle Erwartungen. Animierte Videosequenzen aus dem Anime fangen die Atmosphäre der Serie gut ein. Hinzu kommt eine generell recht bunte Optik, die passend zum Anime gewählt wurde. Die Kampfarenen selbst wirken dabei leider etwas karg und auch die mit wenigen Polygonen modellierten Figuren hätten hübscher sein könne. Sie erfüllen jedoch ihren Zweck und werden Fans des Anime sicherlich zufrieden stellen. Technische Höchstleistungen darf man jedoch nicht erwarten. Die Unterstützung des 60 Hz- sowie 480p-Modus ist mittlerweile ebenfalls Standard. In Sachen Sound kann man mit einer Sprachausgabe, netten Soundeffekten und fetzigen Hintergrundmelodien zwar keinen Blumentopf gewinnen, erfüllt aber ebenfalls alle Erwartungen.

Fazit

Bakugan Battle Brawlers ist ganz klar ein Titel, der sich an die Fans des Animes richtet. Diese werden nicht nur das Spielprinzip mögen, sondern sich auch nicht an der mittelprächtigen technischen Umsetzung stören. Allen anderen sei jedoch geraten das Spiel vor dem Kauf erst zu testen, da sicherlich nicht jeder das doch sehr eigenwillige Konzept aus Karten,- Murmel- und Minispiel mögen wird.

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