Testbericht: Safecracker

Bereits 2006 kam das Spiel „Safecracker“ von The Adventure Company bzw. JoWooD für den PC auf den Markt. Nun bringt man mit der Wii-Version eine Portierung des Titels auf Nintendos Konsole. Wir haben uns den Rätseln im Spiel gestellt und versucht herauszufinden, ob die Neuauflage ihr Geld wert ist.

Gestatten, Panzerknacker!

Als professioneller Panzerknacker wird der Spieler von den Erben des Nachlasses des Milliardärs Duncan W. Adams engagiert. Dieser war seines Zeichen ein exzentrischer Tresor-Sammler und –Bastler. So wundert es nicht, dass der Verstorbene zu Lebzeiten sein Testament in einem der zahlreichen Safes in seiner Villa versteckt hat. So gilt es also fortan im luxuriösen Anwesen einen Tresor nach dem anderen zu öffnen um das Erbe ausfindig zu machen.

Insgesamt sieht sich der Spieler im Laufe des Spiels mit über 35 Tresoren konfrontiert, die allesamt unterschiedliche Vorgehensweisen verlangen. Pro Tresor ist also ein entsprechendes Rätsel zu knacken um an den Inhalt heranzukommen. Letztendlich finden sich somit nach und nach Schlüssel, spezielle Items, die es zu kombinieren gilt, oder Hinweise um in der Villa voran zu kommen. Die Rätsel wurden dabei recht unterschiedlich gestaltet. So muss einige Male mit Zahlencodes hantiert werden, ein anderes Mal ist zudem Geschick gefragt um eine Murmel durch ein Labyrith zu manövrieren, oder es müssen Gegenstände miteinander logisch kombiniert werden. Oft finden sich jedoch auch verschlüsselte Botschaften in Form von Zetteln sowie sonstiger Notizen wieder. Hier steckt jeweils ein Hinweis auf ein Rätsel drin, welche meist jedoch sehr knifflig zu entschlüsseln sind.

Die Navigation durch das Spiel erfolgt mittels Pointerfunktion der Wii-Remote. Der Zeiger kann somit über den Bildschirm bewegt werden und bei interaktiven Stellen visualisiert dieser dem Spieler hier per A-Knopf aktiv werden zu können. Auch das Laufen durch die verschiedenen Räume der Villa erfolgt per Pointer – einfach auf eine Tür oder einen Flur zeigen und schon geht es weiter. Um sich genauer umsehen zu können wird der Analogstick des Nunchuks verwendet. Per Druck auf den B- oder Z-Knopf öffnet sich das Inventar. Hier sind alle eingesammelten Items zu finden und per A-Button verwendbar. Der Minus-Knopf öffnet eine Übersichtskarte. Hier werden die bereits besuchten Räume der Villa angezeigt. Rote und grüne Kreuze visualisieren noch offene sowie bereits gelöste Rätsel.

Grafik und Sound

Die Optik des Spiels beschränkt sich überwiegend auf vorgerenderte Screens. Dies ist für die Art des Spiels zwar grundsätzlich in Ordnung, leider sehen diese jedoch nicht sonderlich schön aus. Auch wenn das Spiel „erst“ 2006 für den PC erschien, so wirkt das Dargebotene rund zehn Jahre älter. Die Sounds beschränken sich auf das Minimalste, ein deutscher Sprecher liest beispielsweise gefundene Briefe des Milliardärs vor. Leider wurde diese Stelle nicht sonderlich professionell besetzt und somit kommt es meist zu sehr langweiligen Sprecherpassagen, die man sich fast lieber hätte sparen sollen.

Unter dem Strich eine weniger zeitgerechte und mehr verstaubte Präsentation des Spielgeschehens. Verschmerzen lässt sich dies aufgrund des Genres letztendlich, trotzdem wäre ein moderneres Gesamtbild in Punkto Grafik und Sound wünschenswert gewesen.

Fazit

Safecracker ist ein Spiel für Freunde von knackigen Rätseln. Insgesamt darf rund 35 Mal das komische Etwas, was auf dem Hals sitzt, angestrengt werden um ans Ziel zu gelangen. Negativ ist jedoch, dass das ein oder andere Rätsel so oder so ähnlich bereits bekannt sein dürfte. Frustmomente kommen zudem auf, wenn ein Rätsel schier unlösbar erscheint, für das Weiterkommen im Spiel jedoch dringend erforderlich ist. Hier fehlt es teilweise der Motivation weiterzuspielen. Nicht gerade positiv ist ebenso die Tatsache, dass die technische Darbietung recht veraltet ist. Wer die PC-Version bereits gespielt hat wird auf Wii keinerlei neue Inhalte finden, wer jedoch absoluter Rätselfan ist und auf der Suche nach neuem Spiele-Futter, der darf gerne zugreifen.

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