Hands-On: Mega Man 9

Ende der 80er Jahre veröffentlichte Capcom den mittlerweile als 8-Bit-Klassiker zu bezeichnenden Titel „Mega Man 2“ für das NES. Heute, ziemlich genau 20 Jahre später erscheint Teil 9 der Serie. Natürlich hat sich die Technik der aktuellen Konsolen deutlich gesteigert und der Sprung von der zweiten in die dritte Dimension ist längst Geschichte. Capcoms Titel hingegen pfeift auf Pixel-Shader und Co. und präsentiert sich genauso wie damals – als 8-Bit Jump’n’Run in 2D.

Totally Old-School!

Mega Man 9 verwendet die Engine, die bereits 1988 in Mega Man 2 zum Einsatz kam. Hierdurch werden sich Retro-Spieler direkt wohl finden und sich heimisch fühlen. Das kleine blaue Männchen steuert sich absolut identisch wie damals und, das sollte in jedem Fall erwähnt werden, es ist auch mindestens genau so schwer.
Um das Spiel zu starten lässt sich zu Beginn zunächst einer von zwei verfügbaren Gegenspieler auswählen. Spielt man eines dieser zwei Level durch und besiegt am Ende den Boss, so wird der nächste auswählbare Gegner samt Level zum Menü hinzugefügt. Gemein, damals wie heute, ist die Tatsache, dass nach einem verlorenen Leben das Level komplett von vorne gestartet werden muss. Check- bzw. Savepoints gab es eben anno 1988 noch nicht.
Um sich durch die einzelnen futuristischen Level zu kämpfen, steht Mega Man eine Schusswaffe zur Verfügung, welche in seinem Unterarm implementiert wurde. Eine Energieanzeige gibt Auskunft über Mega Mans Gesundheitszustand. Health-Items können diese Energieleiste wieder befüllen, wobei es im Spiel kleine und große Container mit entsprechender Wirkung gibt. Ansonsten gilt es mit Mega Man geschickt über Abgründe zu springen und verschiedene Gegner aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Steuerung

Die Steuerung ist genauso retroesque wie das Spiel selbst. Mega Man wird per Digi-Pad manövriert, der 1-Knopf dient zum Springen und der 2-Knopf zum Schießen. Wie man aus diesen Zeilen entnehmen kann, wird die Wii-Remote quer gehalten. Auf alle anderen Knöpfe und Bewegungsoptionen wird gänzlich verzichtet. Allerdings wäre dies auch sonst nicht authentisch. Mit dieser Retro-Steuerung fühlt man sich ganz wie damals zu NES-Zeiten.

Grafik und Sound

Wie schon erwähnt entspricht die Technik genau dem zweiten Teil der Reihe von 1988: 8-Bit Grafik und Sound. Die Farbpalette ist entsprechend limitiert, aber dennoch ist alles in sich stimmig und authentisch. Für Freunde der NES-Ära ein vertrautes Bild bzw. ein vertrauter Sound.

Fazit und Prognose

Capcom zündet mit Mega Man 9 ein Retro-Feuerwerk sondergleichen. Basierend auf Mega Man 2 wurde ein komplett neuer Teil der Serie erschaffen, der vor allem Spieler älteren Semesters in seinen Bann ziehen wird. Für diese „Veteranen“ dürfte auch der recht hohe Schwierigkeitsgrad nicht abschreckend wirken. Jüngere Spieler bzw. Kinder dürften hingegen vermutlich weniger Gefallen am Spiel finden, da ihnen wahrscheinlich die Bindung zur NES-Ära fehlt. Ich selber bin mit dem NES aufgewachsen und hatte Mega Man 2 in meiner eigenen Sammlung, deswegen freue ich mich riesig auf diesen Titel!

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