Testbericht: ColorZ

Mit dem Titel „ColorZ“ feiert das Entwicklerteam Exkee sein Debüt auf WiiWare. Eine Mischung aus Geschicklichkeit, Puzzle und Action erwartet die Spieler. Besonders bemerkenswert dabei der sogenannte kooperative Einzelspielermodus. Na, dann mal rein ins Ufo und auf geht es zu unserem Testbericht!

Viele, viele bunte Mikroben!

Ein neuartiges Virus hat das Universum verpestet und dabei unzählige Mikroben in die Atmosphäre entlassen. In der Gestalt von außerirdischen Lebensformen in ihren speziellen Ufos heißt es nun, diese Mikroben zu absorbieren und den Planeten zu bereinigen. Dies geschieht ganz einfach, in dem das Ufo die Mikroben berührt – allerdings gilt es dabei die passende Farbigkeit zu beachten. So kann beispielsweise ein grünes Ufo folglich nur grüne Mikroben absorbieren. Berührt das Ufo hingegen andersfarbige Mikroben, so nimmt es Schaden und passiert es zu oft, so ist das Unterfangen schnell beendet.

Zu Beginn des Spiels funktioniert alles noch recht einfach und harmlos. Der Spieler steuert ein Ufo über den Bildschirm, absorbiert die vielen gleichfarbigen Mikroben, weicht manch andersfarbigen Mikroben aus und steuert seine fliegende Untertasse gen Ziel. Nach und nach jedoch wird die ganze Angelegenheit verzwickter. Zunächst kommt eine weitere Farbe hinzu, sowie an einigen Stellen in den Stages platzierte Items, mit denen sich das Ufo umfärben lässt. Richtig knifflig wird es jedoch mit der Steuerung eines andersfarbigen zweiten und später sogar dritten Ufos – allesamt natürlich gleichzeitig! Dabei werden diese meist getrennt gesteuert, jedoch sind an einigen Stellen Farbmischungen nötig. Magenta farbige Mikroben beispielsweise erfordern die Verschmelzung des roten und des blauen Ufos, damit sie absorbiert werden können. Diese Art und Weise des Spiels, ist der in der Einleitung erwähnte kooperative Einzelspielermodus. Hier gerät die Koordination der Gefährten und vor allem der Finger am Controller des Öfteren gehörig ins Wanken.

Wer jedoch nicht gerne alleine spielt, der kann sich ein oder zwei Mitspieler dazu nehmen. Die Kontrolle der einzelnen Ufos liegt dann nicht mehr in einer sondern in mehreren Händen. Dies erfordert selbstverständlich ein gutes Teamwork, damit die Mikroben auf dem Schirm effektiv absorbiert werden können und natürlich lassen sich die Ufos auch in diesem Mehrspielermodus verschmelzen. Wer sich da nicht gut während des Spiels abspricht, der kommt nicht weit. Für den Mehrspielermodus wurden übrigens eigene Stages erstellt, sodass Einzelspieler nicht Gefahr laufen bereits bekannte Levels der Kampagne erneut spielen zu müssen.

Steuerung

Wie bereits beschrieben steuert der Einzelspieler in ColorZ bis zu drei Ufos gleichzeitig. Das erste Ufo wird per Pointerfunktion manövriert, hierzu wird mittels des Cursors für wenige Sekunden auf die fliegende Untertasse gezeigt und fortan folgt diese der Zeigerbewegung. Das zweite Ufo lässt sich bequem per Analogstick des Nunchuks steuern und das dritte per Digitalkreuz der Wii Remote. Möchte man zwei oder drei Ufos verschmelzen, so sollten diese sich berühren und anschließend der B-Knopf gehalten werden. Sollte der Spieler die Kontrolle über das erste Ufo verlieren, so reicht ein Drücken des C-Knopfes und das Ufo wird gebremst.
Die Steuerung funktioniert insgesamt wirklich gut. Die Pointerfunktion ist präzise und auch der Analogstick sowie das Digitalkreuz ermöglichen eine sehr genaue Kontrolle. Das größte Manko ist dabei höchstens der Spieler vor der Konsole, der bei drei Ufos und unzähligen unterschiedlichen Mikroben auf den Schirm einfach die Koordination aller Fluggeräte nicht ganz auf die Reihe bekommt.

Grafik und Sound

Das bunte Treiben auf dem Schirm präsentiert sich in klassischer 2D-Grafik und erinnert eher an ein Flash-Spiel im Internet, als an einen aktuellen Konsolentitel. Der Grafikstil ist dabei an manchen Stellen sicherlich Geschmackssache – nicht jeder Spieler wird sich umgehend mit der Gestaltung anfreunden können. Aber zur Verteidigung der Entwickler sei daran erinnert, dass es sich immerhin lediglich um einen Download-Titel handelt und das Spielkonzept dennoch aufgeht und man sich durchaus mit der Optik arrangieren kann.
Das Sounddesign des Spiels ist zwar unauffällig, passt jedoch gut zum Spielgeschehen auf dem Bildschirm. Einige Effekte hier, einige Effekte da und dazu ein Techno- bzw. Trance-artiger Soundtrack, zu dessen Beat die Aliens in ihren Ufos den Kopf bewegen. Nett gemacht, passt.

Fazit

Exkee gelingt mit ColorZ ein sehenswerter Einstand auf WiiWare. Die witzige Spielidee, die dem Spieler im kooperativen Einzelspielermodus alles in Punkto Geschicklichkeit abverlangt, fesselt durchaus einige Zeit vor die Konsole. In den späteren Stages können jedoch auch gelegentlich Frustmomente auftauchen, wenn die Kontrolle über die drei Ufos gleichzeitige öfters mal flöten geht. Der Koop-Modus für zwei sowie drei Spieler macht hingegen umso mehr Spaß, hätte insgesamt aber gerne den einen oder anderen Level mehr vertragen können. Die magere Optik ist zwar schade, trügt das Spielerlebnis aber nur unwesentlich. Freunde von Geschicklichkeitsspielen dürfen in jedem Fall sehr gerne zugreifen!

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