Hands-On: Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn

Auf der gamescom hatten wir erstmals die Gelegenheit Hand an das neuste Herr der Ringe Spiel von Warner Bros. Entertainment zu legen. Wir haben also unseren Mut zusammen genommen, unser Schwert gepackt und sind mit Aragorn zu seinen Abenteuern aufgebrochen.

The Legend of Rings

Die Story des Spiels ist zumindest in den Grundzügen bereitsbekannt, da Sam in der Rahmenhandlung seinen Kindern die AbenteuerAragorns erzählt, orientiert sich der Titel dicht an den Filmen, bringt aber durch den reinen Bezug auf Aragorn einige neue Elementeein und erweitert die Geschichte an ein paar Punkten, um so weitereGebiete und Aufgaben zu ermöglichen.

Doch kommen wir zum eigentlichen Spiel. In einem recht großen Areal, das aus Bruchtal und der Umgebung der Elbenheimat bestand, konnten wir zahlreiche Haupt- und Nebenaufgaben annehmen, deren Ziele von der Rettung von Verbündeten über den Schutz von Wachtürmen bis hin zur Tötung einer riesigen Spinne reichte. Allerdings unterschieden sichdie einzelnen Missionen, die alle gleichzeitig angenommen und auch invöllig freier Reihenfolge absolviert werden konnten, nur in einigen Details… Hauptsächlich mussten wir mit Aragorn von A nach B laufenund unterwegs, sowie an unserem Ziel, gegen unterschiedliche Gegner –wie Orks oder riesige Spinnen – kämpfen. Das Kampfsystem erinnertdabei an Nintendos Erfolgstitel „The Legend of Zelda: Twilight Princess“. Durch halten von Z behaltet ihr einen Gegner im Augeund hebt gleichzeitig euren Schild um Angriffe zu blocken, während durch schwingen der Wiimote die Schläge ausgeübt werden. Das Ganze funktioniert ähnlich gut, wie in Links erstem Wii-Abenteuer, hätte aber durch den Einsatz von Wii MotionPlus noch deutlich besser werden können. Trotzdem machen die Kämpfe Spaß, was sehr wichtig ist, dader Titel anscheinend einige davon enthalten wird.

In technischer Hinsicht weiß der Titel leider nicht völlig zu überzeugen. Die Grafik ist in einem etwas verwaschenen Comic-Stil gehalten und kommt teilweise leider mit etwas schwachen Texturen, einer gewissen Detailarmut und Treppcheneffekt rüber. Die Charaktermodelle hingegen sehen ganz gut aus, lediglich die Gesichter wirken etwas seltsam, da sie insgesamt kaum Details aufweisen. Sicher wäre auch auf der Wii mehr drin gewesen, selbst mit einem eher comichaften Stil.
Zum Sound lässt sich – wegen der lauten Umgebungsgeräusche in den Messehallen – leider noch nicht allzu viel sagen. Aber zumindestscheint der deutsche Sprecher von Sam mit an Bord zu sein, was aufeine gute Vertonung hoffen lässt.

Prognose/Fazit

Mit Die Abenteuer von Aragorn könnte mal wieder ein guter Lizenztitel für Nintendos Wii anstehen. Die Steuerung funktioniert wirklich gut, auch wenn der Einsatz von Wii MotionPlus schön gewesen wäre. Die Ähnlichkeit zu Zelda ist hierbei sicherlich auch hilfreich, sofern die Entwickler alle Elemente gut umgesetzt bekommen. Es bleibt lediglich abzuwarten, ob sich die einzelnen Aufgaben im weiteren Spielverlauf stärker voneinander unterscheiden und etwas mehr Abwechslung ins Geschehen bringen. Wer aber Herr der Ringe Fan ist und gerne Spiele aus dem Tolkien-Universum spielt, kann das Spiel ruhig im Auge behalten, wie auch alle Freunde von Action-Adventures, die sich nicht an der eher schwachen Grafik stören.

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