Zubehörtest: Snooker Cue

Seit Einführung der Wii-Konsole bringen Dritthersteller die kuriosesten Zubehörteile auf den Markt. Auch Logic3 reiht sich mit dem „Snooker Cue“ ein. Wir haben uns das Zubehör genauer angeschaut und den Test gemacht. Kann das Stück Plastik die Spielerfahrung weiter aufwerten? Wir haben die Antwort für euch.

Hol‘ das Stöckchen!

Zunächst einmal gilt es das Zubehör startklar zu machen. Dazu nehmen wir die drei Teilstücke aus der Verpackung und schrauben diese zum kompletten Cue zusammen. Hier wird auch schon gleich deutlich, dass wir es hier tatsächlich nur mit Plastik zu tun haben, jedoch sind die Gewinde sauber verarbeitet, sodass das Zusammensetzen kein Problem darstellt.

Das Adapterstück, in welches die Wii-Remote eingelegt werden muss, besitzt erfreulicherweise ein Loch an der Stelle, die zur Kommunikation mit der Sensorbar dient. Hier wurde also mitgedacht, um die Menüsteuerung auch bei Verwendung des Cues zu gewährleisten. Aber die Freude hält nur kurz, denn in der Praxis entpuppt sich die Funktion als ziemlicher Reinfall. Dadurch, dass der Cue mit seiner Länge die Verbindung zur Sensor-Bar unterbricht, ist die Pointer-Funktion nicht mehr akzeptabel nutzbar.

Nach dieser ersten Enttäuschung wollen wir mal schauen, ob denn wenigstens das Spielen mit dem Zubehör funktioniert und Spaß macht. Was bietet sich dabei besser an als eine Runde Billard in Wii Play? Also rein mit der Disc und das Spiel gestartet. Wer oben aufmerksam gelesen hat und die Problematik des Pointers noch im Gedächtnis hat, der wird nun jetzt zu Recht stutzig werden. Das Spiel ist ohne die Zeige-Funktion quasi unspielbar. Damit uns niemand nachsagt, wir hätten uns nicht bemüht, sei an dieser Stelle erwähnt, dass wir auf alle erdenkliche Arten versucht haben, die Remote samt Cue zu halten und zu drehen um irgendwie das Spiel zu spielen. Am Ende nützte aber alles nichts und wir mussten gefrustet feststellen, dass mit dem Cue kein vernünftiges Spielen möglich ist.

Fazit

Als Hingucker funktioniert der Snooker Cue zwar allemal, im Einsatz an der Konsole steht sich das Zubehörteil aber selbst im Wege. Nutzt das zu spielende Spiel die Pointer-Funktion, so macht der Einsatz des Stocks schlicht überhaupt keinen Sinn – ein Spielen ist einfach unmöglich. Da fragt man sich an dieser Stelle schon, ob die Entwickler des Plastikstabs überhaupt einmal den Praxis-Test durchgeführt haben. Offensichtlich nicht und da das Gerät immerhin mit 15 Euro zu Buche schlägt, müssen wir an dieser Stelle dringend von einem Kauf abraten.

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