Testbericht: G-Force: Agenten mit Biss

Passend zum Animationsfilm „G-Force: Agenten mit Biss“ bringt Disney eine Spieleumsetzung für die Wii in den Handel. Ob wir es abermals mit einem typischen Fall von Lizenz-Abwrackung zu tun haben, oder ob die Agenten-Nager ordentlich Biss haben, wollen wir für euch in unserem Testbericht zum Spiel klären!

Auf geheimer Mission zur Rettung der Menschheit!

Bereits in der Vergangenheit haben wir oft auf Wii lieblose Umsetzung von filmischen Vorlagen gesehen. Immerhin muss man dazu sagen, dass die Titel aus dem Hause Disney meist akzeptabel waren. Daher erwarten wir auch von G-Force: Agenten mit Biss einen gewissen Spielspaß – und vorneweg, es ist tatsächlich ein solider Lizenz-Titel dabei herausgekommen. Aber worum geht es eigentlich im Spiel? In der Gestalt des Agenten Darwin, der Teil der „G-Force“-Truppe ist, heißt es das Anwesen der Saber Industries zu infiltrieren um dort an geheime Informationen zu gelangen. Denn scheinbar führt das Unternehmen etwas Böses im Schilde. Das Besondere an unserem Protagonisten ist, dass es sich hierbei um einen mit bis unter die Nagezähne ausgestattetes Meerschweinchen handelt! Jawohl, richtig gelesen. Die G-Force-Einheit besteht ausschließlich aus Nagern sowie einem Maulwurf und einer Stubenfliege namens Mooch. Alle dieser Tiere könne sprechen und wissen selbstredend um die Bedeutung ihres Einsatzes, denn schließlich geht es um die Rettung der Menschheit!

Als Nager hat man natürlich gewisse Vorteile. Das Eindringen in das Anwesen findet einfach durch Luftschächte statt. Problemlos lassen sich so und auf ähnliche Weise die Räume auskundschaften. Durch eine Art Jetpack kann unser Held Darwin zudem gewisse Strecken per Luftweg überwinden. Gerät er ins Stocken, so kann der Spieler die Kontrolle der Fliege Mooch übernehmen. Mit ihr sind auch die kleinsten Ritzen ausreichend, um in einen anderen Teil des Hauses zu gelangen. Zudem lässt sich in ihrer Gestalt die Zeit verlangsamen, um beispielsweise gekonnt durch einen schnellzirkulierenden Ventilator hindurch zufliegen, ohne Schaden davon zu tragen. Mit einer Art Elektropeitsche und einer Plasmaschusswaffe ausgestattet, bahnt sich Darwin seinen Weg durch das Haus und ist in der Lage, die sich selbstständig machenden Haushaltsgeräte zu bekämpfen. Diese werden nämlich von der Firma Saber Industries hergestellt. Und damit diese nicht die Welt in Chaos stürzen, muss ein Weg gefunden werden, diese zu stoppen.

Darwin ist in der Lage durch das Einsammeln bestimmter Chips und Discs an Automaten sein Equipment zu erweitern bzw. zu verbessern. So kann er beispielsweise weitere und bessere Waffen erwerben und seine Lebensenergie oder Munition auffüllen. Aber auch weiteres High-Tech-Equipment findet seinen Einsatz im Spiel, beispielsweise Kommunikationsgeräte oder Fortbewegungsmittel.

Steuerung

Der Nager wird mittels Analogstick des Nunchuks gesteuert. Durch den B-Knopf schwingt er seine Peitsche und mit dem A-Knopf lässt man Darwin springen. Ein Doppelsprung ist ebenfalls möglich, sowie durch weiteres Drücken von A der Einsatz des Jetpacks. Wird der Z-Knopf gedrückt gehalten, so kann mittels Pointerfunktion und Knopfdruck die Schusswaffe betätigt werden. Um die Kamera frei zu bewegen, muss der C-Knopf gedrückt werden und abermals der Pointer zum Einsatz kommen. Ein kurzer, einzelner Druck auf C positioniert die Kamera hinter Darwin, zumindest ungefähr. Die Kameraführung ist nämlich ein großer Schwachpunkt des Titels und führt desöfteren zu Frustmomenten, besonders wenn es mal schnell gehen soll.

Die Steuerung der Fliege Mooch ist ebenfalls per Analogstick möglich, wobei diese zunächst mittels Minus-Knopf herbeigerufen werden muss. Fortan kann mit ihr frei umher geflogen werden, mit dem A-Knopf kann auch sie eine Angriffsaktion ausführen, bzw. somit Schalter betätigen.

Soweit die grundlegende Steuerung, recht praktisch und noch erwähnenswert ist der Plus-Knopf, mit dessen Hilfe das nächste Ziel markiert wird, sollte der Spieler die Orientierung verlieren oder nicht genau wissen, wohin es als nächstes geht.

Grafik und Sound

Aus grafischer Sicht ist das Spiel irgendwo im Wii-Mittelfeld einzuordnen. Die Nagetiere sehen ganz nett aus, vor allem ihr Fell ist gelungen. Die sonstigen Umgebungen sind jedoch leicht steril, was natürlich dem High-Tech-Setting zu Last gelegt werden muss. Die transformierten Haushaltsgeräte, die sich dem Spieler immer wieder in den Weg stellen, wurden teils recht ansehnlich in Szene gesetzt. Auch die Cut-Scenes sind ganz nett gelungen und die Ansicht während der Spielszenen mit der Fliege Mooch sind abwechslungsreich und gut gelungen, vor allem der Zeitlupenmodus. Dennoch, einige weitere Details wären wünschenswert gewesen.

In Sachen Sounddesign kann sich das Spiel hören lassen. Eine umfangreiche Sprachausgabe während des eigentlichen Spielgeschehen, aber auch während der Cut-Scenes mit fähigen Sprechern sorgt für eine gute Atmosphäre, zumal Darwin viele Anweisungen aus der Zentrale per Funk erhält sowie sich natürlich mit seinen Team-Kollegen immer wieder unterhält.

Fazit

G-Force: Agenten mit Biss ist durchaus eine solide Lizenz-Umsetzung des Animationsfilms. Die Mischung aus Action und Adventure im Agenten-Stil, jedoch in Gestalt der Nagetiere, sorgt für ein paar spaßige Spielstunden. Schade hingegen, dass es außer dem Story-Mode in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen keine weiteren Inhalte auf der Disc gibt. Ein Koop-Modus wäre sicherlich noch eine schöne Sache gewesen. Die technische Darbietung geht in Ordnung, auch wenn sie nicht überragend ist. Ebenso wirkt das Setting teilweise zu steril und die schlechte Kameraführung raubt dem Spieler teilweise den letzten Nerv. Dennoch, gerade jüngere Spieler werden durchaus Spaß mit dem Spiel haben. Erfahrenere Spieler dürfen zumindest gerne einmal probespielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.