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Creepy Aberglaube

Sunday, 31. Jan 2016, 19:47 Uhr | Autor: Redaktion

Der Aberglaube ist ein weitverbreitetes Phänomen. Es gibt zwar sicherlich mehr abergläubische und weniger abergläubische Menschen, aber so ein ganz kleines bisschen Aberglaube steckt wahrscheinlich in jedem von uns.

Die Klassiker unter den Aberglauben sind Dinge wie Freitag der 13. oder die schwarze Katze. Wikipedia sagt, dass der Aberglaube im allgemeinen Sprachgebrauch mit Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit gleichgesetzt wird, aber vielen Menschen hilft es trotzdem, bei vielen Dingen an ihrem Aberglauben festzuhalten. In der Psychologie ist der Aberglaube ein recht unbestelltes Feld. In den ursprünglichen Formen haben die Bräuche, die später zum Aberglauben geführt haben, wahrscheinlich Sinn gemacht, aber wurden dann aber doch allzu oft zu relativ sinnlosen Ritualen und heutzutage wissen viele Leute gar nicht mehr, wo der Ursprung lag, glauben aber trotzdem daran.

Aberglaube macht vor niemandem halt

Spitzensportler, Popstars und Pokerspieler tragen die kuriosesten Glücksbringer mit sich rum oder führen vor wichtigen Spielen oder Events teilweise schräge Rituale durch. Man kann bei Online Wettanbietern wie 32Red Wetten auf die verrücktesten Sachen abschließen, die oft auch mit Aberglauben zu tun haben. Ebenfalls dürften bei den Glückspielanbietern die Umsätze an Tagen wie einem Freitag den 13. eher unterdurchschnittlich sein. Leute, die nicht abergläubisch sind, nutzen eine solchen Tag manchmal gerade gern, um ihr Glück herauszufordern, was fast auch schon wieder einem Aberglauben gleichkommt. Jedenfalls findet man im Glückspiel jede Menge Aberglauben.

Auch in der der Gamblingszene ist der Aberglaube sehr präsent. Nicht anders als viele Spitzensportler sind auch viele Gamer sehr abergläubisch. Neben den obligatorischen und bereits genannten Dingen wie Glücksbringer und Ritualen, wird bei den Gamern der Aberglaube aber auch durch einen Trend namens Creepypasta zum Ausdruck gebracht. Creepypasta sind oft sehr schaurige und gruselige Geschichten, die im Internet verbreitet werden. Diese müssen sich nicht unbedingt auf Computer- oder Konsolenspiele beziehen, sind dort aber durchaus beliebt.

Creepypasta spielt mit dem Aberglauben

Seitdem Creepypasta Geschichten zum ersten Mal aufgetaucht sind, haben einige dieser Geschichten inzwischen Kultstatus erreicht und sind zu Mythen geworden. Ein ausgesprochen gruseliges Beispiel ist Ben Drowned. Das ist die Geschichte des Jungen Jadusable, der erst von einem Kumpel eine N64 Konsole geschenkt bekommt und dann von einem alten Mann das Spiel „The Legend of Zelda – Majora's Mask“. Als der Junge anfängt, das Spiel zu spielen, stellt er fest, dass es in der Highscoreliste nur einen einzigen Namen gibt, nämlich Ben. Versuche diesen Namen aus dem Spiel zu beseitigen scheitern, selbst löschen lässt er sich nicht. Jadusable hat das Gefühl, dass das Spiel, bzw. viel mehr jemand mithilfe des Spiels, versucht, mit ihm zu kommunizieren. Weitere seltsame Dinge geschehen und der Junge ist zusehends verwirrt. Er fragt sich, ob das Spiel verflucht ist.

Figuren aus dem Spiel tauchen in seinen Träumen auf und Ereignisse aus dem Spiel fangen an, sich in die Realität des Jungen einzuschleichen. Da dies alles sehr unglaubwürdig erscheint, beschließt Jadusable, alles auf Video festzuhalten und zu teilen. Er lädt seine Videos auf YouTube hoch und lässt seine Mitmenschen an seinem gruseligen Erlebnis so teilhaben.

Auch der Versuch den alten Mann, von dem er das Spiel bekommen hatte, ausfindig zu machen, verlaufen sich im Sand. Die Adresse führt zu einem verwaisten Haus. Das Einzige, was Jadusabel noch von einem Nachbar in Erfahrung bringen kann, ist, dass vor einigen Jahren ein Kind namens Ben einen schrecklichen Unfall hatte. Dies lässt ihn zu der Folgerung kommen, dass dieses verstorbene Kind über das Zelda-Spiel versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Später stellte sich allerdings heraus, dass die Videos alle bearbeitet wurden und die Geschichte erfunden war.

Jeff the Killer und das Lavandia Syndrom

Es gibt noch jede Menge weitere Creepypastas in der Welt der Gamer. Da gäbe es zum Bespiel noch „Jeff the Killer“. Hier geht es um einen Serienmörder, der sein Unwesen treibt. Nachdem der Killer einfach nicht gefasst werden kann, entschließt sich ein kleiner Junge davon zu erzählen, wie er einen Angriff eben jenes Killers überlebt hat.

Auch das Lavandia Syndrom ist eine ausgesprochen populäre Creepypasta Geschichte und wirklich gruselig. Hier geht es um Kinder, die Mitte der Neunziger in Japan das Spiel Pokémon Rot und Pokémon Grün spielen und infolge dessen entweder psychisch erkranken oder Selbstmord begehen. Dies geschah allerdings nur, wenn die Kinder im Spiel Lavandia erreichten. In Lavandia gab es eine spezielle Musik mit enorm hohen Frequenzen, die die Kinder entweder in den Wahnsinn oder in den Selbstmord trieb. Der Grund dafür, dass es hier nur Kinder im Alter zwischen 7-12 Jahren erwischt hat, liegt darin, dass diese enorm hohen Frequenzen nur in jungen Jahren wahrgenommen werden können. Dann wiederum widersprechen die Lautsprecher-Spezifikationen des GameBoy dieser Geschichte – was sie aber nicht weniger gruselig macht.

Eigene Spiele und Filme für Creepypasta Geschichten

Diese Geschichten sind teilweise extrem gut ausgearbeitet und erzählt und haben es über tausendfaches Teilen im Internet inzwischen zu einer unglaublichen Popularität gebracht. Viele dieser Geschichten halten sich bereits seit mehreren Jahren hartnäckig im Internet und sind inzwischen tatsächlich so etwas wie Mythen geworden. Einige von ihnen sind so populär geworden, dass Spiele- und selbst Filmproduzenten auf diese faszinierenden Mythen aufmerksam geworden sind und in ihnen so viel Potenzial sahen, dass manche Geschichten selbst zu Spielen und Filmen geworden sind.

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