Konsole
Nintendo Wii
Wie alles begann
Mai 2005: Die E3 steht vor der Tür. Nintendofans warten ungeduldig auf die Enthüllung der angekündigten revolutionären Konsole. Mit dem passenden Codenamen "Revolution" will Nintendo den Gaming-Bereich neu gestalten und Käuferschichten erreichen, die noch nie oder lange nicht mehr mit einer Konsole gespielt haben. Schon vor der E3 2005 veröffentlicht Nintendo erste Bilder der Konsole. Der Controller wird allerdings geheim gehalten und nicht abgebildet.
Aber dann, endlich ist es soweit: Nintendo hält einen Tag vor Türöffnung der E3 eine Pressekonferenz. Die Erwartungen sind hoch. Nintendo-Präsident Satoru Iwata steht auf der Bühne und endlich: er hält das erste Mal vor der Öffentlichkeit die "Revolution-Konsole" in die Luft. Allerdings erneut ohne Controller. Man wolle die revolutionäre Idee vor der Konkurenz schützen, damit diese nicht wie in der Vergangheit schon öfters geschehen, einfach kopieren können.
September 2005: Gerüchte schwirren durchs Internet, Nintendo plane den "Revolution-Controller" auf der Tokyo Game Show 2005 endlich zu enthüllen. Die Gerüchte wurden zur Wirklichkeit: Satoru Iwata zeigt die neuen bewegungssensiblen Funktionen des "Revolution-Controllers". Viele Fachleute und Fans sahen den neuen Controller zuerst kritisch an. Verständlich, da er stark einer Fernbedienung ähnelt. Doch schon sehr bald wurde jedem klar, was der revolutionäre Controller alles wortwörtlich bewegen wird.
Konkrete Spielszenen wurden allerdings nicht vorgestellt.
Mai 2006: Nintendo gibt noch vor der E3 2006 den neuen Namen für ihre neue Heimkonsole (Codename: Revolution) bekannt. Ab sofort nennt sich die Revolution "Nintendo Wii". Manch einer mag sich bis heute noch nicht mit dem Namen angefreundet haben, aber Nintendo wollte einen kurzen, prägnanten Namen, den sich wirklich jeder schnell merken kann.
"Wii" spricht man in jedem Land gleich aus. "Wii" klingt gleich wie das englische "We", was übersetzt "Wir" bedeutet und "Wir" soll symbolisieren, dass "Wii" eine Konsole für uns alle ist. Shigeru Miyamoto (Erfinder von Super Mario, The Legend of Zelda, Donkey Kong, Pikmin), gefällt an dem Namen besonders, dass die Leute immer ein Lächeln im Gesicht haben bei Aussprache des Namens.

Die Konsole
Nintendo Wii WiFi-Connection
Nintendo Wii bietet eine spezielle Abwärtskompatibilität zum Vorgänger, dem GameCube. Eure liebsten GameCube-Games müsst ihr also nicht im Schrank verstauben lassen, ihr könnt sie in die Wii einlegen, euren GameCube-Controller anschliessen und loslegen. Auch an die altbekannten MemoryCards hat Nintendo gedacht. So gehen eure Spielstände nicht verloren und ihr könnt genau da weitermachen, wo ihr auf dem GameCube aufgehört habt.
Dazu bietet Nintendo über die Nintendo WiFi Connection einen Download-Service - die sogenannte VirtualConsole - mit der ihr Zugriff auf klassische Spiele habt: Neben Titeln für NES-, SNES- und N64 stehen euch dabei auch Klassiker für Mega Drive und PC Engine zur Verfügung. Eine Erweiterung auf NeoGeo-Titel ist bereits geplant. Gesteuert werden diese Klassiker-Spiele entweder mit dem Classic-Controller, der einem SNES-Controller stark ähnelt mit zusätzlichen analogen Joysticks, einem GameCube-Controller oder (meist nur bei NES-Spielen möglich) mit der quer gehaltenen Wii-Mote.

Zur WiFi-Connection gehört selbstverständlich auch das Onlinespielen. Tretet gegen Spieler aus der ganzen Welt an und zeigt allen, was ihr könnt! Mit Mario Strikers: Charged Football ist der erste Online-Titel in Europa erschienen, weitere werden folgen.
Eine gänzlich neue Technologie für eine Konsole ist die sogenannte WiiConnect24. Sie sorgt dafür, dass Wii selbst im Standby-Modus mit sehr geringem Stromverbrauch online bleibt. So ist es z.B. Entwicklern möglich, während ein Spieler schläft, Updates auf die Konsole zu laden. Ein weiteres gutes Beispiel ist Animal Crossing. Wer das Spiel kennt weiß, dass es möglich ist, Freunden einen Brief oder ein Geschenk zu schicken. So ist es nun also auch möglich, dass Wii das Geschenk auch bei ausgeschalteter Konsole empfangen kann. Bisher wird diese Funktion allerdings hauptsächlich beim Empfang herkömmlicher Emails verwendet.

Der Controller
Auf der E3 2006 bekam man erstmals konkrete Spielszenen der Wii zu Gesicht und man konnte sich ein genaueres Bild der Wii samt der Steuerung machen. Mit dem als Wii-Mote (angelehnt an "Remote" = Fernbedienung) bezeichneten Controller hat Nintendo die Videospielwelt auf den Kopf gestellt und das jahrelange Prinzip der Joypads revolutioniert. Erstmals wird der Spieler direkt in das Spielgeschehen hineinversetzt, indem er nicht mehr nur stur die Knöpfe drückt, sondern indem seine Bewegungen direkt übertragen werden. Ein gutes Beispiel ist dafür z.B. Tennis in Wii Sports oder der Schwertkampf in Zelda: Twilight Princess.
Spätestens wenn man den Controller selbst in der Hand gehalten hat, wird man fasziniert von diesem Konzept sein. Denn bei Wii geht es nicht nur ums Sehen, sondern um die Bewegung: "Playing = believing"

Eine Anschlussbuchse für die Nunchuk-Erweiterung ermöglicht weiterhin traditionelles Gameplay, denn das Nunchuk bietet den gewohnten Analogstick, reagiert aber ebenfalls auf Bewegungen. So ist es möglich, in Verbindung des Controllers und der Nunchuk-Erweiterung z.B. einen Pfeilbogen zu spannen oder in einem Boxspiel beide Fäuste eures Boxers zu steuern.
Durch einen in die Wii-Mote eingebauten Lautsprecher erscheint das Spiel gleich noch realer. Hiermit lassen sich Sounds aus dem Spiel wiedergeben, wie beispielsweise ein vom Spieler weg zischender Pfeil oder ein geschlagener Tennisball.

Michael Caprani und Markus Schnittka für wiiinsider.de







